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Glossar

A

Asbest

Das Umweltbundesamt definiert Asbest als „natürlich vorkommende, faserartige silikatische Minerale mit Faserdurchmessern kleiner gleich 2 Mikrometern. Asbest ist chemisch sehr beständig, unempfindlich gegen Hitze und nicht brennbar. Er weist eine hohe Elastizität und Zugfestigkeit auf und lässt sich aufgrund seiner Bindefähigkeit mit anderen Materialien leicht zu Produkten verarbeiten“ .
Asbest wurde häufig an Zement gebunden.
Aufgrund der bautechnisch positiven Eigenschaften wurde Asbest vermehrt in den 60 und 70 er Jahren in öffentlichen Gebäuden eingesetzt.
Wie alle Stoffe unterliegt auch dieser Baustoff einen Verfall. Sei es durch durch Verwitterung , Sanierung oder einfach nur durch die Zeit. Hierbei können sich die an den Zement gebundenen Fasern lösen und beim Einatmen in die Lunge gelangen.

Bei der Risikobewertungn kann zwischen schwach gebundene Asbestprodukte mit einer Rohdichte unter 1.000 kg/m 3 mit
einem hohen Risikopotential
wie
z.B. Spritzasbest, Brandschutzverkleidungen, Dichtungsmaterialien und fest gebundene Asbestzementprodukte mit einer Rohdichte von mehr als
1.400 kg/m 3
wie
z.B. Dachplatten, Wellplatten, Fassadentafeln, Rohre unterschieden werden.
(Verband der FaserzementIndustrie e.V. Im Breitspiel 20 69126 Heidelberg)

Seit dem Jahr 2002 muss für Baustoffe aus Asbestzement ein Entsorgungsnachweis für besonders überwachungsbedürftige Abfälle geführt werden. Sie werden nach dem neuen europäischen Abfallcode eingeordnet in den Abfallschlüssel EWC 170605. Eine frühzeitige Abstimmung mit dem Deponiebetreiber wird empfohlen.

Aspergillus fumigatus

  1. fumigatus wächt bei einem minimalem aw – Wert von 0,85-0,94. Die Kolonien erscheinen zunächst blaugrün, später graugrün bis olivgrün. 
  2. Er bevorzugt vor allem wärmerer Umgebungen und ist daher hüfig im Müll bzw. Kompost zufinden kommt aber auch häufig in der Innenraumluft vor.
  3. Er produziert mehrere relelvante Mycotoxine  wie zum Beispiel: Gliotoxin, fumigaclavines, Fumitremorgins und Verruculugen.
  4. fumigatus ist der am häufigst vorkommende humanpathogene Schimmelpilz weltweit. Die 2-3 Mikrometer  kleinen Sporen werden gelangen über die Lunge in den Körper. Dort kann er weiter wachsen und bilden „Bälle“die ein abnsterben des Gewebes und nachfolgende unspezifische Symptome bewirken. Häufig ist die Lunge betroffen. Es kommt zu einer sogenannten Aspergillom

Aspergillus restrictus

Restictus wächt bei einem minimalem aw – Wert von 0,71- 0,75. Die Kolonien zeigen Variable Grüntöne. Von olivgrün bis braungrün.Er kommt weltweit vor ,wird in der Innenraumluft gefunden und lässt dort vor allem Cerealien verkommen.
Er ist kein Mycotoxinbildner. Besonders ist, dass er sowohl niedrige aber auch sehr hohe Wasseraktivitäten toleriert. Aspergillus restrictus wird häufig bei abgetrockneten Wasserschäden gefunden.

Aspergillus versicolor

A.versicolor wächst bei einem minimalem aw – Wert von 0,78. Im Gegensatz zu den meisten anderen Schimmelpilzen kann A. versicolor auch bei niedrigen  Temperaturen wachsen.

A. versicolor kommt weltweit vor und man findet ihn auch sehr häufig in Innenräumen. Er siedelt sich zum Beispiel auf Käse Nüsse, und Cerealien an. A. versicolor produziert das Mycotoxin Sterigmatocystin.

 

B

Bedeutung von Faserlängen in Baustoffen:

Die geometrischen Eigenschaften  von Fasern in Baustoffen sind ausschlaggebend für die gesundheitliche Beeinflussung . 

Fasern die kleiner gleich 5 um einen Längen zu Durchmesser- Verhältnis  von 3:1 überschreiten und deren Durchmesser kleiner als  3 um ist gelten als krebserzeugend. Die Fasern setzen sich in den Lungenbläschen fest.  Das Risiko an Lungenkrebs zu erkranken steigt. 

Fasern mit diesen Eigenschaften sind zum Beispiel:

  • Ältere Mineralglaswollen

C

Cladosporium cladosporioides

Als Cladosporium cladosporioides wird ein Komplex mit verschiedenen Spezies bezeichnet. Dazu zählen C. pseudocladosporioides, C. inversicolor, C. delicatalum. Cladosporium wächst bei einem minimalem aw – Wert von 0,86-0,88. Die Kolonien sind grünlich mit einem schmalen hellem Rand. Er kommt weltweit vor, bevorzugt jedoch gemäßigtere Klimazonen. Außen ist er in der Luft und im Boden zu finden. Im Innenraum häufig auf Nahrung. Er produziert keine Mycotoxine, gilt hedoch human pathogen, da er Infektionen der Haut und der Nägel auslösen kann ist aber bei der Bewertung der Innenraumluft insoweit interessant, dass er gut in Umgebungen mit einer schwankender Feuchtigkeit wächst, zum Beispiel von olivgrün bis braungrün. Er kommt weltweit vor, wird in der Innenraumluft gefunden und lässt dort vor allem Cerealien verkommen.

 

F

Fusarium solani

fumigatus wächt bei einem minimalem aw – Wert von 0,85-0,90.
Die Kolonien erscheinen gelbbraun.

Fusarium Solani umfasst eine Vielzahl von Spezies mit ähnlicher Morphologie. 
Weltweites vorkommen in Nahrungsmitteln und Innenräumen, Im Erdboden , Pflanzen und Tieren. Keine Bildung von Mycotoxinen. Vor allem relevant als Auslöser von Pflanzenkrankheiten. Für Tiere und Pflanzen insoweit pathogen, dass Fusarium häufig in Wunden als Zweitinfektion auftritt und auch eine Keratitis (Entzündung der Hornhaut des Auges ) verursachen kann.

P

Penicillium

Penicillium notatum wächst sehr häufig auf Lebensmitteln und ist dadurch sehr verbreitet. Er kann, je nach Substrat Mykotoxine produzieren.
Aktuell wird er als Penicillium chrysogenum bezeichnet und dient der Produktion von Antibiotika.

R

Rhizopus stolonifer

R. stolonifer bei einem minimalem aw – Wert von 0,93. Die Kolonien wachsen als wattiges hohes Luftmycel, erst weiß, später gräulich. Weltweites vorkommen –eher jedoch in wärmeren Reggionen - in der Nahrung und in der Innenraumluft. Vorkommends im Boden, Gemüse, Obst und Nüssen und im Getreiden kritische Fasergeometrie ist also der Grund für die gesundheitsgefährdende Wirkung. Dies gelte entsprechend auch für Mineralwolle älterer Bauart, erläuterte Dr. med. Dr. rer. nat. Heribert Ortlieb aus Baden-Baden anlässlich der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Thoraxchirurgie (DGT) Ende September in Karlsruhe.

S

Stachybotrys

Stachybotrys chartarum ist ein Schimmelpilz, der häufig bei einer hohen Bauwerksfeuchte auftritt. Dabei bildet er eine Moderfäule auf Holz, Tapeten, Gipskartonplatten und so weiter. Er kann schmerzhafte Hautentzündungen hervorrufen und kann auch innere Organe angreifen.

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MB